Die winterliche Kälte konnte die Begeisterung der Alumni für das Wiedersehen nicht bremsen. Vom 1. bis 2. Dezember 2018 wurde das Jahrestreffen 2018 des SJTU-Alumnivereins Deutschland im Chinesisch-Deutschen Wissenschafts- und Bildungspark in Heidelberg erfolgreich veranstaltet.


Das Jahrestreffen wurde vom Vorsitzenden des Alumnivereins, Xu Haiyang, moderiert. In seiner Eröffnungsrede richtete Xu Haiyang zunächst herzliche Grüße an die anwesenden Alumni und sprach den SJTU-Alumni aus allen Bereichen Deutschlands für ihre langjährige Anteilnahme und Unterstützung der Alma Mater und des Alumnivereins Deutschland sowie dem Chinesisch-Deutschen Wissenschafts- und Bildungspark und dem Reisebüro Dehua für ihre tatkräftige Hilfe bei diesem Alumnitreffen seinen aufrichtigen Dank aus. Xu Haiyang erklärte, dass dies das siebte Jahrestreffen des Vereins sei. Vor sieben Jahren startete der Verein von Heidelberg aus, und nun kehre er, beladen mit Stolz und Ehre, nach Heidelberg zurück. Der Alumniverein sei das Band, das die tiefe Verbundenheit der Alumni zusammenhält. Er hoffe, dass die Alumni ihre ursprüngliche Motivation nicht vergessen und gemeinsam daran arbeiten, weiterhin einen größeren Beitrag für die Alma Mater und die Gesellschaft zu leisten. Die Vertreter des Chinesisch-Deutschen Wissenschafts- und Bildungsparks sowie des Reisebüros Dehua lobten in ihren anschließenden Ansprachen die Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren in höchstem Maße und wünschten dem Jahrestreffen einen vollen Erfolg.


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Nach der Eröffnungsrede stellten sich alle Mitglieder des Vorstands den anwesenden Alumni nacheinander vor. Als erst kürzlich neu gewählter Vorstand arbeiteten alle Vorstandsmitglieder geschlossen und mit vereinten Kräften zusammen, kümmerten sich mit vollem Einsatz um jedes Detail und überwanden alle Schwierigkeiten, um den SJTU-Alumni in den folgenden zwei Tagen ein sorgfältig vorbereitetes Jahrestreffen zu bieten.

 

Anschließend hob der spannende Vortragsteil des Jahrestreffens seinen ersten Akt an. Als Erster trat Wu Xiaomao auf, Gründer und CEO des deutschen Technologieunternehmens GritWorld sowie ehemaliger Projekt- und Technikdirektor bei Crytek in Frankfurt. Er stellte den Anwesenden die Entwicklung und den aktuellen Stand der derzeit hochaktuellen Technologien Virtual Reality und Mensch-Maschine-Interaktion vor. Wu Xiaomao wies darauf hin, dass die Revolution der heutigen Virtual-Reality-Technologie in der digitalen Engine liege. Die neue Generation digitaler Engines ermögliche nicht nur einen qualitativen Sprung beim Realismus virtueller Bilder, sondern verkürze auch erheblich die Einarbeitungszeit professioneller Szenendesigner. Die künftige Virtual-Reality-Technologie werde noch stärker auf KI-gesteuertes Echtzeit-Rendering setzen, und diese Technologie werde in naher Zukunft mit Sicherheit tiefgreifende Auswirkungen auf Branchen wie Animation, Games und Film haben.

 

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Der zweite Vortrag wurde von Gao Lingjie gehalten, Regionalmanager der Versicherungsgesellschaft Allianz und Chartered Insurance Practitioner (FCII). In seinem Vortrag sprach Herr Gao ein Thema an, das für die in Deutschland studierenden Alumni und die in Deutschland lebenden Chinesen von unmittelbarem eigenem Interesse ist – die deutsche Krankenversicherung. Anhand detaillierter Daten und konkreter Beispiele analysierte Herr Gao für die Alumni die jeweiligen Vor- und Nachteile der gesetzlichen und der privaten Versicherung. Die gesetzliche Versicherung setze auf „Ausgewogenheit", die private auf „Feinabstimmung", doch stünden die beiden nicht im Widerspruch zueinander. Herr Gao ist der Ansicht, dass sich die Frage, ob man die gesetzliche Versicherung verlassen und zur privaten wechseln sollte, nicht pauschal beantworten lasse. Neben der Beachtung der örtlichen Gesetze und Vorschriften müsse man auch die eigenen Bedürfnisse sowie die kurz- und langfristige Planung in eine Gesamtbeurteilung einbeziehen.

 

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Im letzten Vortrag des Eröffnungstages teilte Songwen Sun-von Berg (Songwen Sun-von Berg), Mitglied des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler sowie der Gemeinschaft deutscher Künstlerinnen, ihren Lebensweg vom Maschinenbau hin zur Welt der Kunst mit den Anwesenden. In ihrem Vortrag schilderte Songwen Sun-von Berg auf gewinnende Weise ihre Verbindung zur SJTU und erzählte gelassen von ihren Lebenserfahrungen – jedes ihrer Worte war wie eine Perle und für die Zuhörer von unendlichem Gewinn. Songwen Sun-von Berg ist überzeugt, dass künstlerisches Schaffen die Beharrlichkeit auf Authentizität und Innovation erfordert. Beim Schaffen eines herausragenden Kunstwerks müsse der Schöpfer sein Inneres nach Kräften von allen Störungen fernhalten und der Authentizität folgen; nur so könne er Kunst empfinden und fortwährend Neues schaffen. Am Ende des Vortrags teilte Songwen Sun-von Berg ihre Kunstwerke zu den Themen „Das Wachsen aller Dinge" und „Überall zu Hause sein" mit den Anwesenden. Obwohl unter den anwesenden SJTU-Alumni die Zahl derjenigen aus natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern überwog, tat dies dem tiefgründigen philosophischen Nachdenken über die Kunstwerke keinen Abbruch. Die Wissenschaft kennt keine Grenzen, und auch die Kunst kennt keine Grenzen. Und zwischen Wissenschaft und Kunst gibt es ebenso keine „Grenzen".

 

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Unter tosendem Beifall wurden die Vorträge des ersten Tages des Jahrestreffens erfolgreich abgeschlossen. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen setzten die Alumni ihre angeregten Diskussionen über die Veranstaltungen des Tages und ihr jeweiliges Leben in Deutschland fort. Alle sprachen freimütig, und beim Abendessen lag eine fröhliche Stimmung in der Luft. Bei angeregtem Gläserklingen kamen sich die Alumni erneut näher und spürten die Wärme des Alumnivereins. Nach dem Abendessen trotzten die noch immer unternehmungslustigen Alumni der winterlichen Kälte und erkundeten zu Fuß den Heidelberger Weihnachtsmarkt.

 

Am Vormittag des zweiten Tages fand planmäßig die interne Sitzung des Alumnivereins statt. Xu Haiyang stellte die jüngste Entwicklung des Vereins vor und fasste die im vergangenen Jahr geleistete äußerst erfolgreiche Arbeit zusammen. Im November dieses Jahres empfingen Vertreter des Alumnivereins in Frankfurt die stellvertretende Rektorin der Shanghai Jiao Tong University, Xu Xuemin, den Leiter der Personalabteilung der SJTU, Liang Qi, den stellvertretenden Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit und Austausch, Guo Liang, und weitere Personen. Die Hochschulleitung genoss gemeinsam mit den SJTU-Alumni die deutsche Küche, plauderte angeregt über Erlebnisse in der Fremde und erinnerte sich gemeinsam an das Campusleben. Das Zusammentreffen war zwar kurz, doch ließ der Austausch aus nächster Nähe die Alumni die stete Fürsorge der Alma Mater unmittelbar spüren und schweißte sie noch enger zusammen. Sie prägten sich das Leitbild der Alma Mater ein und vergaßen, auch fern der Heimat, keinen Augenblick die Verantwortung auf ihren Schultern und den Auftrag, die guten Traditionen der Alma Mater überall auf der Welt weiter zu tragen.

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Nach dem Ende der internen Sitzung eröffnete Yin Xuefei, Leiter der deutschen Niederlassung der Bozhon Precision Industry Technology Co., Ltd. und Direktor für das Europageschäft, den ersten Vortrag des zweiten Veranstaltungstages. Der Vortrag drehte sich um die Entwicklung der chinesisch-deutschen Automatisierungsbranche. In seinem Vortrag erklärte Yin Xuefei, dass der internationale Wettbewerb heute äußerst intensiv sei und Chancen wie Herausforderungen nebeneinander bestünden. Auf dem Weg der industriellen Automatisierung und Digitalisierung müssten chinesische Unternehmen nicht nur den Abstand zum internationalen Spitzenniveau klar erkennen, sondern auch den Geist besitzen, sich nicht mit dem Rückstand abzufinden und sich mutig den Herausforderungen zu stellen. Automatisierung sei die Grundlage, Digitalisierung der Trend. Die chinesischen Unternehmen näherten sich auf dem Weg der Automatisierung und Digitalisierung allmählich dem internationalen Niveau an, und „Made in China" durchlaufe gerade einen wichtigen Wandel vom „Hereinholen" zum „Hinausgehen".

 

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Anschließend hielt Dr. Xu Xiao, Senior Researcher an der Technischen Universität München und CTO der Beijing Yuyanzhe Technology Co., Ltd., einen spannenden Vortrag über das autonome Fahren. In den letzten Jahren ist das autonome Fahren zunehmend zu einem viel beachteten Thema geworden. In seinem Vortrag stellte Xu Xiao den Anwesenden den kommerziellen Stand des autonomen Fahrens weltweit sowie die derzeitigen technischen Hürden vor. Er wies darauf hin, dass die künftige Verbreitung des autonomen Fahrens die Kosten des öffentlichen Personenverkehrs erheblich senken werde. Branchen wie Carsharing, Taxi und öffentlicher Verkehr würden in naher Zukunft mit gewaltigen Umwälzungen konfrontiert sein. Xu Xiao ist überzeugt, dass die Entwicklung des autonomen Fahrens nicht bloß eine reine technische Entwicklung sei, sondern vielmehr ein weiterer sprunghafter Fortschritt der Menschheit als Ganzes im Zuge der Industrialisierung.


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Im letzten Vortrag des Jahrestreffens erläuterte Chen Hengsi, Vorsitzender des Vereins chinesischer Fachleute für erneuerbare Energien in Deutschland und Senior Engineer beim deutschen Stromnetz-Leitsystemunternehmen PSI Software AG, den Anwesenden die aktuellen Brennpunkte und Schmerzpunkte der deutschen Energiewende der letzten Jahre. Chen Hengsi ist der Ansicht, dass der Schlüssel zur Energiewende darin liege, wie ein sanfter Übergang vom traditionellen Modell zum Modell der erneuerbaren Energien gelingen könne. Das Aufkommen der erneuerbaren Energien sei ein völlig neuartiger Wandel für das traditionelle Energiemodell. Auch die Politik der einzelnen Regierungen gegenüber den erneuerbaren Energien beeinflusse deren künftige Entwicklung in hohem Maße. Vor dem Hintergrund der internationalen Lage der neuen Ära werde es eine neue Herausforderung für Deutschland und alle Länder der Welt sein, wie man die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Volkswirtschaft verringert und einen gesunden, geordneten und fristgerechten Verlauf der Energiewende sicherstellt.


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Schließlich fiel mit einem „Auf Wiedersehen" des Vorsitzenden Xu Haiyang und donnerndem Applaus der Vorhang über das Jahrestreffen 2018 des SJTU-Alumnivereins Deutschland. Nach der Veranstaltung fiel den Alumni der Abschied schwer, und angeregte Diskussionen waren noch bis zum letzten Augenblick allerorten zu sehen. Dieses Jahrestreffen war seit der Gründung des SJTU-Alumnivereins Deutschland das Treffen mit der höchsten Teilnehmerzahl und der breitesten Vertretung von Alumni. Darunter waren sowohl Vertreter aus der Industrie und der Wirtschaft als auch Alumni aus der Wissenschaft und der Kunst.

 

SJTU-Absolventen zeichneten sich seit jeher durch einen außerordentlich starken Zusammenhalt aus. „Des Wassers gedenkend an die Quelle denken, das Vaterland lieben und die Hochschule ehren" – seit vielen Jahren verbindet dieser Leitspruch die Herzen aller SJTU-Studierenden. Nachdem sie das schlichte und altehrwürdige Tor der Jiao Tong University durchschritten haben, tragen die über die ganze Welt verstreuten SJTU-Alumni jederzeit ihr Vaterland und ihre Alma Mater im Herzen. Wo auch immer sie sich befinden, bewahren SJTU-Absolventen stets ein reines, aufrichtiges Herz. „Wer sich für die SJTU entschieden hat, hat sich für die Verantwortung entschieden." Dieser Satz wurde zu jenem Satz, an den sich die SJTU-Studierenden nach ihrem Abschluss am tiefsten erinnern, und zugleich zur unerschöpflichen Quelle, die jeden SJTU-Absolventen ein Leben lang antreibt, sich mit ganzer Kraft zu bemühen und Erfolge zu erzielen.


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Originalartikel (WeChat)